AnchorKünstlerliste

MARTIN BEHR &
MARTIN OSTERIDER

ROSSELLA BISCOTTI &
KEVIN VAN BRAAK

CHRISTIAN VON BORRIES

BREAD & PUPPET THEATER

IGOR & IVAN BUHAROV

LARS CUZNER

DEPARTMENT OF ULTIMOLOGY

INES DOUJAK

FUNDA GÜL ÖZCAN

NICOLINE VAN HARSKAMP

IRINA KORINA

KOZEK HÖRLONSKI & ALEXANDER MARTINZ

LAIBACH

VIcTORIA LOMASKO

MAZZAJ RAP BAND

EKATERINA MUROMTSEVA

HENRIKE NAUMANN

YOSHINORI NIWA

MICHAEL PORTNOY

ROEE ROSEN

CHRISTOPH SZALAY

THEATER IM BAHNHOF

MILICA TOMIĆ

MICHIEL VANDEVELDE

IVAN VYRYPAEV

OLIVER ZAHN

MICHAEL ZINGANEL

ZIP

DRAGAN ŽIVADINOV

Anchor

Liebe bisherige und
zukünftige Besucher,
Partner und Kollegen
des steirischen herbst,

möglicherweise sind Sie seit Jahren oder gar Jahrzehnten Gast dieses Festivals; Sie sind unsere treuen Unterstützer, echten Freunde, manchmal vielleicht sogar unsere schärfsten Kritiker.


Oder Sie hören das erste Mal vom steirischen herbst und fragen sich, wo dieser überhaupt stattfindet und worum es sich dabei handelt.


Vielleicht haben Sie das Festival eventuell schon in den Achtziger-, Neunziger- oder Nullerjahren besucht und sind dann aus dem einen oder anderen Grund nicht mehr hier gewesen oder haben uns aus den Augen verloren.


Wie dem auch sei – in jedem Fall wollen wir Sie dazu ermuntern, im Herbst 2018 wieder zu kommen, um ein neu gestaltetes Festival zu erleben und Teil des jüngsten Kapitels in der fünfzigjährigen Geschichte des steirischen herbst zu werden.


Der steirische herbst spielt mit Erwartungen und mag Überraschungen. Und mit jeder neuen Intendanz erfindet er sich neu. Mein Team und ich haben zu Beginn dieses Jahres begonnen, in Graz zu arbeiten. Viele von uns sind neu in der Stadt, manche überhaupt neu in Österreich, und für andere wiederum ist Deutsch keine Muttersprache. Wir bringen frische Blickwinkel und neue Positionen mit und haben unsere eigenen Geschichten im Gepäck, welche wir mit jenen verknüpfen wollen, auf die wir hier stoßen.


Was wird sich also ändern?


Nicht alles! Der steirische herbst wird weiterhin in der Steiermark und weiterhin im Herbst stattfinden! In diesem Jahr werden wir zum Großteil in Graz bleiben, doch keinesfalls auf das regionale Umfeld, das die Stadt umgibt – ein fruchtbarer Boden in mehr als nur einer Hinsicht –, verzichten: Es wird wichtige Projekte geben, die sich tiefgehend mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen, und zweifellos werden wir Themen, die in den nächsten Jahren für das Festival relevant sein werden, bereits jetzt einbringen.


Namen voneinander abgeschotteter Disziplinen werden wir vermeiden – keine Kategorien mit Aufschriften wie „Theater“, „Tanz“, „Bildende Kunst“ und „Musik“. Stattdessen werden Sie auf grundsätzlich interdisziplinär angelegte Kunstwerke stoßen, die verschiedenen Kategorien angehören. Sie werden Projekte entdecken, die man gleichzeitig sowohl Filme nennen darf, wie auch Installationen, Performances, Bühnenaufführungen oder literarische Texte.


Anstatt einer Reihe von Performances, die durch einige Ausstellungen ergänzt werden, wird Ihnen nun etwas begegnen, das als eine erweiterte Gesamtausstellung verstanden und erfahren werden kann, die die Stadt durchzieht und sich über zahlreiche Orte erstreckt. Einige der Elemente dieser Gesamtausstellung sind Installationen, andere Performances und wieder andere Veranstaltungsorte, an welchen unter Umständen ein Symposium stattfindet oder eine Gesprächsreihe abgehalten wird. Jeder Teil ist mit jedem anderen verbunden und gemeinsam bilden sie eine Geschichte – im eigentlichen Sinne des Wortes. Dieses Narrativ ist sowohl im Raum (in die Karte von Graz) als auch in die Zeit (in den Festivalkalender) eingeschrieben. Wir möchten Sie dazu anregen, durch dieses Narrativ als ein Ganzes zu navigieren. Das vollständige Programm wird Mitte Juli bekannt gegeben.


Eine einzig richtige Vorgehensweise, diese Geschichte zu erkunden, gibt es nicht; dennoch ist es von Vorteil, die unterschiedlichen Projekte in der Zusammenschau zu sehen, nicht voneinander isoliert, sondern im Dialog, ja sogar im Widerstreit. Sie werden auch die Möglichkeit haben zu lesen, auf welche Weise wir diese Geschichte mit unseren Kommentaren be- und fortschreiben: auf unserer Website und in einem gedruckten Guidebook. Ja, auch dies eine weitere Veränderung. Anstelle des Programmhefts, welches Sie in den letzten zehn Jahren regelmäßig im Juni erhalten haben, geben wir nun einen neu gestalteten Ausstellungsführer heraus, der kurz vor der Festivaleröffnung erscheint.


Zu diesem neuen Rahmen gehört auch, dass wir nun einen Festival-Pass anbieten, der Sie zum Besuch aller Veranstaltungen und Installationen des Volksfronten-Programms berechtigt, dem Kernprogramm des steirischen herbst in diesem Jahr. Zusätzlich dazu bietet Ihnen dieser Festival-Pass ermäßigten Eintritt für das Programm des musikprotokoll wie auch zu allen traditionellen Partnerprogrammen des steirischen herbst. Nichtsdestotrotz wollen wir die Inhaber eines solchen Festival-Passes daran erinnern, dass es ratsam ist, für performative Produktionen bereits vorab zu reservieren, da die Anzahl der Sitzplätze begrenzt ist.


Einen Festival-Pass kann man auf unserer neu konzipierten und neu gestalteten Website erwerben, die Mitte Juli mit allen Programm-Details online geht. Ab diesem Zeitpunkt ist es dann auch möglich, Sitzplatzreservierungen vorzunehmen. Uns ist klar, dass dies ein bisschen später geschieht, als Sie es bislang gewohnt waren, aber keine Sorge – alle Termine werden rechtzeitig genug bekannt gegeben, damit Sie Ihren Besuch problemlos planen können. Von nun an arbeiten wir mit etwas anderen Zeitfenstern und danken für Ihre Geduld.


Was gibt es sonst noch Neues? In diesem Jahr eröffnen wir das Festival am Donnerstag, den 20. September. Sie haben sich vielleicht an die Eröffnung in der Helmut List Halle gewöhnt, doch diesmal werden wir es ein wenig anders machen. Im öffentlichen Stadtraum werden einige Eröffnungs-Performances stattfinden; mehr darüber erfahren sie weiter unten. Und eines noch – anstelle des Festivalzentrums der letzten Jahre kehren wir zur Tradition der herbstbar zurück; ein Ort, an dem man einander treffen, den Playlists von Künstlern lauschen, über Kunst reden und die Künstler und Teammitglieder des steirischen herbst kennenlernen kann. Dieses Jahr ist sie in der Postgarage untergebracht und öffnet ab Freitag, den 21. September.


Was ändert sich nicht? Die Tatsache, dass das Festival neue und innovative, reflexive und kritische Kunstformen und -inhalte präsentiert. Einige nennen solche Kunst Avantgarde und auch wir tun das zuweilen – aber nur, wenn wir in speziellem Zusammenhang über eine bestimmte Tradition nachdenken und auch dann ist immer ein Schuss Ironie dabei. Die Tatsache, dass wir aktuelle Produktionen bevorzugen. Die Brücke, die wir zwischen Regionalem und Internationalem bauen. Die Verpflichtung zu intensiven gesellschaftlichen und künstlerischen Debatten.


Weitere Höhepunkte des kommenden Programms finden Sie in der untenstehenden Vorausschau.


Gemeinsam mit dem gesamten Team des steirischen herbst freue ich mich darauf, Sie in Graz zu begrüßen!


Ekaterina Degot

Intendantin und Chefkuratorin steirischer herbst

AnchorProgrammvorschau

Der diesjährige Festival-Titel lautet Volksfronten – im Plural und auch im Englischen stets auf Deutsch. Bewusst ambivalent gewählt, spielt er gleichzeitig auf die Popular Front, die antifaschistische Koalition der 1930er-Jahre, wie auch auf die aus den USA stammende rechtsextrem-rassistische Organisation Volksfront International aus den 1990er-Jahren an. Wir alle leben in einer Welt brutaler ideologischer Kämpfe, offener Konflikte und versteckter Allianzen. Die alten Dichotomien rechts/links, rückständig/fortschrittlich, nationalistisch/kosmopolitisch liegen in Trümmern. Es ist der ideale Moment für Künstler, die über diese Zeit nachdenken, sie darstellen, verkörpern und in Angriff nehmen wollen.


Wir schlagen Ihnen nun ein paar Höhepunkte unseres Programms vor, von denen wir hoffen, dass Sie sie für Ihre persönliche Terminplanung berücksichtigen.


Der steirische herbst eröffnet am Donnerstag, den 20. September, mit einer Parade des Bread & Puppet Theater, der legendären US-amerikanischen Theatergruppe, die mit gigantischen Puppen arbeitet. Dieser Umzug wird sich vom Bahnhof zum Schloßberg bewegen und unterwegs immer wieder Zwischenhalte für Performances einlegen. Sie können sich dieser Parade nicht nur als Zuschauer anschließen, sondern auch als Teilnehmer! (Und weil wir gerade von Partizipation sprechen: In den Wochen vor dem Festival werden in offenen Workshops, zu denen Sie herzlich eingeladen sind, neue Puppen geschaffen.)


Gleich danach findet auf der Schloßbergstiege eine Musikaufführung mit Chor statt, eingerichtet vom berühmten slowenischen Theaterregisseur Dragan Živadinov. Dieses beeindruckende Stück wird sich mit der dunklen Geschichte der Kriegszeiten auseinander setzen, so wie sie aus heutiger Perspektive erscheint, und wird Ihnen zweifellos lange Zeit im Gedächtnis bleiben.


Und am Ende des Abends findet in den Kasematten eine neue Bühnenproduktion der Gruppe Laibach statt, die kaum einer Einführung bedarf. Laibach wird dort – wie gewöhnlich mit brillantem Sarkasmus – auf The Sound of Music zurückkommen; auf das bekannte Broadway-Musical also, das zur Konstruktion des „Mythos Österreich“ beigetragen hat und zwar in nicht geringem Maße durch seine extrem verführerische Musik. Mal sehen, wie sie heute auf uns wirkt.


Am nächsten Tag, am Freitag, den 21. September, können Sie alle Orte unserer großen Gesamtausstellung besuchen. Einige dieser Orte kennen Sie vielleicht schon, andere werden Ihnen neu sein. Auf alle Fälle werden wir die Bedeutung der Geschichte jedes einzelnen dieser Orte und seine Beziehung zur Stadt Graz thematisieren.


An dieser Stelle seien nur einige dieser Orte genannt. Es gibt ein völlig wildes, neues Projekt von Igor und Ivan Buharov, einem extravaganten Künstlerduo aus Budapest. Ihr Mix aus Installationen, Videos, Objekten und Performances findet im Volkshaus statt. Mystik trifft auf Anarchismus, um eine Revolution der Pflanzen vorstellbar werden zu lassen.


Im Forum Stadtpark wird Sie eine Installation der in Graz lebenden Künstlerin Milica Tomić (wieder) zum dramatischen – und auf dramatische Weise vernachlässigten – historischen Gelände des KZ-Außenlagers Aflenz führen. Dieses dringt buchstäblich in den Raum des Forum Stadtpark ein und transformiert ihn auf eine Weise, die unvergesslich bleiben wird.


Auch das Haus der Architektur werden Sie kaum wiedererkennen. Dort entwirft die junge deutsche Künstlerin Henrike Naumann, die sich erst kürzlich mit beeindruckenden Arbeiten zur deutschen Wiedervereinigung einen Namen gemacht hat, ein alternatives historisches Szenario für Österreich … Bald erfahren Sie mehr!


Im Kulturzentrum bei den Minoriten wird es dann Zeit für eine Horrorfilmunterbrechung – das Wiener Künstlerduo kozek hörlonski kreiert in Zusammenarbeit mit Alexander Martinz eine neue Filminstallation, die die Steiermark und Graz als Schauplatz von Kettensägenmassakern und Nächten der lebenden Toten sieht.


Und dies ist nur ein Teil unseres Parcours. Folgen Sie ihm zu bekannten und weniger bekannten Orten in Graz. Kommen Sie und entdecken Sie noch viel mehr! Am Abend sollten Sie sich in die Karl-Franzens-Universität begeben und an der sehr ernsthaften (aber auch komischen) Iran Conference des international renommierten russischen Dramatikers und Regisseurs Ivan Vyrypaev, der zurzeit in Warschau arbeitet, teilnehmen. Es ist eine Konferenz mit Journalisten, Politikern und Schriftstellern … und gleichzeitig auch wieder nicht. Wie ist das möglich? Sie werden sehen.


Im Volkshaus werden Igor und Ivan Buharov in ihrer Installation performen. Zahlreiche Performer werden mit dabei sein; und an diesem Abend sind Sie auch zur Eröffnung unserer herbstbar in der Postgarage eingeladen.


Am Samstag, den 22. September, führen wir Sie zum traditionellen Rundgang unserer Partnerinstitutionen, die ihr eigenes Herbstprogramm entwickelt haben. Diese werden auf unserer Karte als eigenständige Partnerprogrammlinie des steirischen herbst präsentiert. Auch unsere Ausstellungsräume haben wie am Vortag geöffnet und Sie werden die Möglichkeit haben, dort viele Künstler zu treffen.


Am Abend erwarten wir Sie dann im Orpheum zu einer atmosphärischen Performance, die vom jungen und vielversprechenden belgischen Choreografen und Kurator Michiel Vandevelde konzipiert und auf die Bühne gebracht wird. Es handelt sich um die epische Geschichte einer Gruppe sehr unterschiedlicher Personen auf einer Zugreise durch Anatolien, vor dem gewaltigen historischen Horizont der 1940er Jahre. Das Stück basiert auf einem der größten vergessenen Klassiker des letzten Jahrhunderts: auf den Menschenlandschaften des visionären türkischen Dissidenten und Dichters Nâzım Hikmet.


Wir schlagen vor, dass Sie auch den Rest der Nacht im Orpheum verbringen, denn dort können Sie eine performative, musikalische und filmische Darbietung des in Tel Aviv lebenden Künstlers Roee Rosen und Igor Krutogolovs Toy Orchestra erleben. Die Arbeit heißt Kafka for Kids, doch es wird etwas mehr Kafka als Kids geben.


Und keinesfalls wollen wir die Helmut List Halle vergessen: In diesem Jahr findet dort ein ganz besonderes Projekt der in Moskau lebenden Künstlerin Irina Korina statt. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Natur und der Idee des Mutterlandes; Peter Rosegger und die russische Landschaft verschmelzen zum Vergnügungspark. Machen Sie sich einen schönen Sonntag mit den Kindern!


Mit Ausnahme von Korinas Projekt, das nur an zehn speziellen Tagen gezeigt wird, sind die Installationen unseres Programms während des gesamten Festivals zu sehen. Im weiteren Programm werden noch andere performative Werke präsentiert – faszinierende Taxifahrten der Gruppe Theater im Bahnhof und eine Performance mit dem Titel Mein Name ist Sprache von Nicoline van Harskamp, die sich damit beschäftigt, wie Eigennamen im Zeitalter von Migration und Überwachung wandern und sich über nationale Grenzen hinweg verändern.


Von 28. bis 29. September wird das im Orpheum stattfindende internationale Symposium „Unsere kleinen Faschismen“ eine Plattform für ausführliche Gespräche und hitzige Debatten über unsere turbulente Gegenwart, vergessene Vergangenheit und ungewisse Zukunft bieten. Mehr darüber in Kürze!


Am dritten Wochenende des steirischen herbst eröffnet unser Partnerfestival im Festival: das musikprotokoll. Diesmal gibt es, als Auftragsarbeit des und Koproduktion mit dem steirischen herbst, eine monumentale Orchestersuite des deutschen Komponisten, Dirigenten, Künstlers, Filmemachers und Medientheoretikers Christian von Borries. Ein Neujahrskonzert aus dem Land der Musik!


Und nicht vergessen – das alles ist nur ein Teil des kommenden steirischen herbst. Ab Mitte Juli können sie unser detailliertes Programm für das gesamte Festival auf unserer Website lesen, mehr über die teilnehmenden Künstler erfahren, unseren Festival-Pass erwerben und online Sitzplatzkarten reservieren.

AnchorWarum Volksfronten?

Die 51. Ausgabe des steirischen herbst versteht sich als Prolog mit dem Ziel, einige Themen und Leitlinien vorzustellen, die in den kommenden fünf Jahren relevant sein werden. Der Titel Volksfronten – die etwas ungewöhnliche Pluralform wurde bewusst gewählt – spielt auf höchst unterschiedliche historische Kontexte an: die antifaschistische Solidarität der 1930er Jahre, die linke Plattform einiger europäischer Länder nach dem Krieg sowie eine ultrarechte nationalistische Gruppe in den USA. Die Ambivalenz des Begriffs ist durchaus beabsichtigt. Er verweist auf aktuelle ideologische Kämpfe, die – so scheint es – traditionelle Dichotomien wie rechts/links, archaisch/progressiv und nationalistisch/kosmopolitisch hinterfragen und die gute alte Volksfront des Antifaschismus in eine verschwommene, fragmentierte „Menschenlandschaft“ im Sinne des visionären türkischen Dissidenten und Schriftstellers Nazim Hikmet verwandeln. Politische Kriege werden als kulturelle Kriege gedeutet; die Atmosphäre der Dreißigerjahre mit ihrem düsteren Gespenst des Faschismus ist – mit noch mehr Verirrungen und Verstrickungen – wieder da.


1968 wurde der steirische herbst in Graz, das damals noch am ideologischen „Rand“ der westlichen Welt lag, von Hanns Koren ins Leben gerufen. Das Szenario war ungewöhnlich: eine politische Konstellation von Kulturkonservativen gründete ein Avantgarde-Festival um die Faschisten in ihrer Mitte zu bekämpfen. Dieser paradoxe Kontext hallt in der Bizarrerie der heutigen politischen Landschaft deutlich nach.


In einem Parcours aus eigens für das Festival in Auftrag gegebenen Performances, Theaterstücken, Konzerten, Installationen, Filmen und fortlaufend weiterentwickelten Arbeiten stellt der steirische herbst ‘18 eine Reihe von Fragen: zum neuen „weichen Faschismus“ (soft fascism), in dem auch hedonistischer Individualismus und konsumistischer Geist nicht ausgeschlossen sind; zu den Wurzeln der unwahrscheinlichen Allianz von Faschismus und Liberalismus; zum (Miss)brauch und zur Aneignung linker künstlerischer Strategien durch die Rechten; zum politischen Potential volkstümlicher und populärer Kunstformen.

AnchorPartner

< rotor > center for
contemporary art

Akademie Graz

Camera Austria

Forum Stadtpark

Grazer Kunstverein

Haus der Architektur

Institut für Kunst im Öffentlichen Raum

Institut für Zeitgenössische Kunst

Karl-Franzens-Universität Graz

Kunsthalle Graz

Kunsthaus Graz

Künstlerhaus – Halle für Kunst & Medien

Literaturhaus Graz
musikprotokoll

ORF Landesstudio Steiermark

Project Arts Center Dublin

Schauspielhaus Graz

Die vollständige Liste der diesjährigen Partner des steirischen herbst wird Mitte Juli bekannt gegeben.