Peter Brandlmayr / Katharina Klement / Mersolis Schöne
Das relativ wohltemperierte Klavier, Akt III

Installation und Performance

Die ersten beiden Akte von Das relativ wohltemperierte Klavier vollzogen sich 2024 im Hotel Pupik in Schrattenberg. In diesen wurde ein wohltemperiertes Klavier, in Gestalt eines alten Petrof-Flügels, zuerst einer thermisch präparierten Bespielung und Bearbeitung ausgesetzt. Dann wurde dem Instrument mechanisch zu Leibe gerückt. Es zeigte sich, dass ein Klavier, selbst wenn es in seine Einzelteile zerlegt wird, nie vollends aus der Stimmung und Fassung zu bringen ist.

Nun wurde dabei aber nicht, wie man vorerst annehmen könnte, nur ein Klavier verwandelt. Interventionen hinterlassen immer auch Spuren bei denen, die man klassisch als bespielende Subjekte gesichert fasst. Als relativ wohltemperierte Wesen sind diese immer schon auch mit dem relativen Klaviersein verwachsen. So geraten wir in die Fänge von Akt III, in dem dieses existenzübergreifende, relativ wohltemperierte und geflügelte Quartett-Wesen sich als neuer, in Transformation begriffener Klangkörper zu sortieren beginnt, ja, zu sich kommt.

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Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung