Schauspielhaus Graz
Ewe Benbenek
ФielföلkaŠtát (äh, vielvölkastaat, oder was?)
Theater
Foto: Indra Nauck
Im Titel begegnen sich Zeichen aus dem Ungarischen, Tschechischen, Kyrillischen und Arabischen. Sie verweisen auf Verflechtungen im einstigen Österreich-Ungarn, zeitlose Sprachkonflikte und aktuelle Migrationsdebatten. In ihrem Auftragswerk untersucht Ewe Benbenek historische Kontinuitäten sowie gegenwärtige Bruchlinien des „Vielvölkerstaats“. Der Text unternimmt einen mehrsprachigen Erkundungsgang durch die Geschichte und lässt Figuren aus der Operette, streikende Arbeiter:innen und Volkslieder zu Wort kommen. Die Dramatikerin lenkt den Blick auf politische Strukturen sowie auf Sprache als Trägerin von Identität, Konflikt und Erinnerung. Dabei erscheint der Vielvölkerstaat nicht als nostalgisches Modell, sondern als Denkfigur: als offene Frage, wie vielkulturelles Zusammenleben heute aussehen könnte. Regisseurin Marie Bues und ihr Team arbeiten bewusst mit grenzüberschreitenden Perspektiven: In der Koproduktion bringen Schauspieler:innen der Ensembles aus Graz, Wien und Budapest das Stück in deutscher und ungarischer Sprache auf die Bühne.
Eine Produktion des Schauspielhaus Graz
In Koproduktion mit dem Schauspielhaus Wien und dem Katona József Theater, Budapest
In Kooperation mit dem steirischen herbst ’26