kunstverein W.A.S. und raum
Maryam Farhang
if I had a body …
Ausstellung
Maryam Farhang, Digitaldruck auf Stoff, Foto: Azam Shadpour; mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
Durch den Iran-Irak-Krieg (1980–88) hat sich die Präsenz des Todes in den Körper der Künstlerin eingeschrieben und ihn zugleich zu Zeugen und Archiv gemacht.
Durch diese Linse erkennt sie Parallelen zu den Kindern in Gaza. In ihrem Künstlerbuch überlagert sie deren Körper mit ihrem eigenen in einem verzerrten Bildfeld. Das Buch bleibt geschlossen – Symbol einer ungeschriebenen Geschichte, wie Augen, die sich weigern, Zeugnis abzulegen.
Die Installation entfaltet sich als unvollendete Landschaft aus Textilarbeiten. Wechselnde Räume zwischen Dunkelheit und Licht untersuchen, wie sich der Körper an einen fremden Ort anpasst – und sich gegen Auslöschung und ethnische Säuberung widersetzt.
In einer Performance, inspiriert von der iranischen Miniaturmalerei, werden Licht und Körper miteinander verwoben und Hierarchien aufgelöst. Die Bewegung des Körpers trägt das Licht und vernäht Zukunft, Zeit und Erinnerung miteinander.
Durch Stoff, Video, Klang und wiederholte Poesie wird Gewalt in einen stimmlichen Widerstand verwandelt, bei dem Körper und Land im Tod miteinander verschmelzen.
Eine Kooperation im Rahmen des steirischen herbst ’26