Six Characters of Hotel W.
Kuratorische Intervention
Foto: Otto Croy / Österreichische Nationalbibliothek (BA1NR00339)
Six Characters of Hotel W., kuratorische Intervention, Installationsansicht, Foto: steirischer herbst / kunst-dokumentation.com
Six Characters of Hotel W., kuratorische Intervention, Installationsansicht, Foto: steirischer herbst / kunst-dokumentation.com
Six Characters of Hotel W., kuratorische Intervention, Installationsansicht, Foto: steirischer herbst / kunst-dokumentation.com
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Sechs über den BAU verteilte Auslagen erzählen die fiktiven Geschichten von grundverschiedenen Charakteren rund um ein Grazer Grand Hotel im Herbst 1945: eine geheimnisvolle matronenhafte Rezeptionistin; ein pragmatischer und weltgewandter britischer Offizier; eine in Rachepläne verwickelte Holocaust-Überlebende; ein termitenliebender NS-Raketenpionier auf der Flucht; ein ehemaliger Partisan und Surrealist; eine Tänzerin und Kommunistin.
Das imaginäre Hotel W. war damals, im Kontext der brutalen Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs, ein wichtiger Transitbereich und öffnete Türen zur Flucht in entgegengesetzte Richtungen. Die sechs Figuren bewohnen den BAU – selbst eine Metapher für widersprüchliches Zusammenleben – als Geister, die von Schriftsteller:innen mit raffinierten literarischen Fälschungen zum Leben erweckt werden.
Tomer Dotan-Dreyfus (1987, Haifa, Israel) ist Schriftsteller und Übersetzer. Sein Debütroman Birobidschan (Voland & Quist, 2023) stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Sein neuestes Buch Keinheimisch erscheint im September 2025 bei Ullstein. Er lebt in Berlin.
Erich Klein (1961, Altenburg, Österreich) ist Publizist und Übersetzer. Er veröffentlichte unter anderem Die Russen in Wien: Die Befreiung Österreichs (Falter Verlag, 1995) und erhielt 2013 den Österreichischen Staatspreis für Literaturkritik. Er lebt in Wien.
Miklavž Komelj (1973, Kranj, Slowenien) ist Schriftsteller, Kunsthistoriker, Übersetzer und Maler. Für sein Werk hat er unter anderem den Jenko-Preis, den Preis der Prešeren-Stiftung und den Rožanc-Preis erhalten. Er lebt in Ljubljana.
Madame Nielsen ist Künstlerin, Autorin und Sängerin. Auf Deutsch erschienen von ihr zuletzt Porträts von den Deutschen und anderen Lebewesen (Matthes & Seitz, 2025) und der Roman Mein Leben unter den Großen (Kiepenheuer & Witsch, 2024).
Maria Stepanova (1972, Moskau, Russland) ist Lyrikerin, Essayistin und Journalistin. Neben dem Bolschaja-Kniga-Preis und dem Prix du Meilleur Livre étranger erhielt sie unter anderem den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2023. Sie lebt in Berlin.
Ilija Trojanow (1965, Sofia, Bulgarien) ist Schriftsteller und Übersetzer. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen Das Buch der Macht (Die Andere Bibliothek, 2025) und der Roman Tausend und ein Morgen (S. Fischer, 2022). Er lebt in Wien.