Ein Denkmal für den Dichter, Arzt und Nationalsozialisten Hans Kloepfer?

Diskussion

Gespräch mit Uwe Baur (Professor emeritus der Deutschen Literatur, Universität Graz), Thomas Geiger (Künstler, Wien) und Joachim Hainzl (Sozialhistoriker, Graz)

Für eine Mehrheit der Leute war und ist der regionale Dichter Hans Kloepfer ein beliebter Klassiker österreichischer Literatur. Für andere war er ein eifriger Anhänger des nationalsozialistischen „Anschlusses“ Österreichs an das Deutsche Reich. Einer seiner Bewunderer war Hanns Koren, ein konservativer Politiker und Gründer des steirischen herbst. Anlässlich der Enthüllung eines Denkmals für Kloepfer 1958 in Köflach, der Geburtsstadt des Dichters, sagte Koren in einer Rede, Kloepfer sei nun in höhere Gefilde aufgestiegen und mahne von dort aus die Bürger*innen, sich zu fragen, ob die Stadt überhaupt das Recht habe, ihn mit einem Denkmal zu ehren. Die Diskussion geht der Frage nach, welche Bedeutung der kontroverse Dichter heute noch hat. Sie erkundet, warum Denkmäler für ihn in Graz und Köflach stehen, warum Straßen und Plätze nach ihm benannt sind und warum seiner Lebensgeschichte ein ganzes Museum gewidmet ist.

29.9.19, 16:00

Dauer: ca. 90 min.

Köflach, Veranstaltungsort wird bekanntgegeben

Deutsch

Eintritt frei

Shuttlebus nach Köflach 
29.9., Abfahrt in Graz um 14:00 (Ankunft in Graz um 18:00)
Treffpunkt: Franz-Graf-Allee
Begrenzte Kapazität, Anmeldung bis 27.9. unter tickets@steirischerherbst.at
Frei mit Festival-Pass
Einzelticket: 10 Euro