Gabriele Edlbauer und Julia S. Goodman

Live, Laugh, Lamps: Radical Feminism in Soft Lighting (2026)

Willkommen in der Welt von Gabbygail, Gabriele Edlbauer und Julia S. Goodmans realitätsnaher Figur. Wie man in ihrer Einzimmerwohnung sieht, liebt Gabbygail den Tradwife-Lebensstil und verehrt mächtige konservative Politikerinnen. Sie ist besessen von „Girl Boss“ Condoleezza Rice, träumt von einer leidenschaftlichen Affäre zwischen Giorgia Meloni und Sanae Takaichi und feiert die „Eisernen Ladys“ Margaret Thatcher und Alice Weidel als Mentorinnen. Weiters befolgt Gabbygail die Schönheitstipps und morgendlichen Ratschläge der früheren österreichischen Außenministerin Karin Kneissl, während sie sich darauf vorbereitet, bei ihrer steirischen Traumhochzeit mit Wladimir Putin zu tanzen.

In ihrer spielerisch-surrealen Kombination aus Fanartikeln und Kitsch, Fakt und Fiktion zeigen Edlbauer und Goodman die Ambivalenz mächtiger Frauen und ihrer Politik auf: Nachdem diese die gläserne Decke in ihren Karrieren durchbrochen haben, meinen sie, dass Frauen auch die Scherben wegfegen sollten – im wörtlichen, nicht im übertragenen Sinne.

Gabriele Edlbauer (1988, Linz, Österreich) ist eine Künstlerin, die mit Skulptur und Installation arbeitet, wobei sie diese Begriffe sehr weit auslegt. In ihrer Praxis verfolgt sie Wortspiele, Assoziationen, Fehlinterpretationen und Zufälle, bis diese eine eigene Logik entwickeln. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, etwa bei: Belvedere 21, Wien; Dortmunder Kunstverein; Haus der Geschichte Österreich, Wien; Austrian Cultural Forum New York; The Luckman Gallery, Los Angeles; Le Wonder, Paris, und Donumenta, Regensburg. Edlbauer erhielt unter anderem 2019 den Erste Bank MehrWERT-Preis und 2013 den Karl-Anton-Wolf-Preis. Sie lebt in Wien.

Julia S. Goodman (1987, New York, USA) ist eine Künstlerin, deren gestische, farbenfrohe Gemälde sich auf Kulinarik, Konsum, Handwerk und Erinnerung beziehen. Ihre Praxis lotet die Grenzen von Übermaß und Zugänglichkeit aus und untersucht, was unsere Beziehung zu Objekten und Oberflächen über uns selbst aussagt. Ihre Arbeiten wurden unter anderem gezeigt bei: Belvedere 21, Wien; Künstlerhaus Wien; MQ Art Box, Wien; Galerie Raum mit Licht, Wien; Galerie Zeller van Almsick, Wien; Sophie Tappeiner (hosted by Galerie Zahorian & Van Espen, Bratislava); Le Wonder, Paris; VBKÖ, Wien, und Athens Museum of Queer Arts. Goodman lebt in Wien.

Mit besonderem Dank an Charlotte Gash, Julian Ernst, Meander Kerámia Manufaktúra und Susi Schmid

In Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ’26


Vermittlungsangebot
28.9., 10:00–16:00
Workshop mit Gabriele Edlbauer und Julia S. Goodman