Eva Ďurovec

Never Again Peace Now (2025)

Worüber würden sich Franz von Assisi und Napoleon heutzutage unterhalten? Eva Ďurovec greift die Ausgangssituation von Ernst Tollers Nie wieder Friede in einer Reihe großformatiger Collagen auf, deren Silhouetten an verschiedene Personen des Stücks erinnern und es so neu erzählen. Die Bilder – im Frühjahr und Sommer 2025 aus Zeitungen unterschiedlicher Länder zusammengesetzt – dokumentieren die immer weiter in die Ferne rückende Aussicht auf Frieden, ob in der Ukraine oder in Palästina. Während sich die gezeigten Antiheld:innen in immer neuen Posen vervielfältigen, werden auch Vorzeichen eines Bürgerkriegs in den USA oder einer größeren Konfrontation mit China sichtbar.

Eva Ďurovec (1981, Snina, Tschechoslowakei) ist eine Künstlerin, die in ihren Objekten oft autobiografische Texte mit globalen wie lokalen Fragen verbindet. Sie beschäftigt sich mit Lebensräumen und Erfüllung im Kontext sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Krisen sowie mit der Macht von Unternehmen und Kleptokratie. Ihre Arbeiten wurden etwa bei After the Butcher, Berlin (2022), im Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg (2021), sowie in der Galerie Wedding, Berlin (2019), gezeigt. Ďurovec hatte Einzelausstellungen unter anderem in der Jozef Kollár Gallery, Banská Štiavnica. Sie lebt in Košice und Berlin.

In Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ’25

Mit freundlicher Unterstützung der deutschen Botschaft Wien und des Instituts für Auslandsbeziehungen