Candice Breitz
Dear Esther (2025)
Candice Breitz, Dear Esther (2025), Installationsansicht, mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, Foto: steirischer herbst / kunst-dokumentation.com
Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
Esther Bejarano (1924–2021) überlebte Auschwitz, weil sie als Akkordeonistin in das dortige Mädchenorchester aufgenommen wurde. Sie hatte das Instrument nie zuvor gespielt. Nach dem Krieg wanderte sie nach Palästina aus, erlebte die Nakba und kehrte nach Deutschland zurück, wo sie später zu einer scharfen Kritikerin Israels wurde. Candice Breitz’ Video spürt Bejaranos Vermächtnis des Widerstands nach und fragt, was es für uns heute bedeutet. Breitz verknüpft Episoden aus Bejaranos Leben mit Anekdoten anderer „unbequemer“ jüdischer Stimmen, die aktuell in Deutschland öffentlich getadelt werden – inklusive ihrer eigenen.
Candice Breitz (1972, Johannesburg, Südafrika) ist eine Videokünstlerin, deren Arbeiten kollektive Konstruktionen von Identität in einem medialen Zeitalter hinterfragen, oft mit den Mitteln ironischer Selbstinszenierung. Ihre Werke befinden sich in den Sammlungen von Einrichtungen wie der Tate Modern, London; dem Museum of Modern Art, New York; dem Hamburger Bahnhof, Berlin, und der National Gallery of Canada, Ottawa. Breitz hat kürzlich die White Noise Trilogy abgeschlossen, die die Multi-Kanal-Videoarbeiten Love Story (2016), TLDR (2017) und Whiteface (2022) umfasst. Sie lebt in Berlin.
In Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ’25
Mit freundlicher Unterstützung des Instituts für Auslandsbeziehungen
Candice Breitz bei Artist Talks
20.9., 11:00–14:00
Vermittlungsangebot
21.9., 11:00
Ausstellungsführung mit Candice Breitz