Marinella  Senatore

Assembly (2021)
Installation

Mit ihrer Lichtinstallation verwandelt Marinella Senatore den Grazer Bahnhofsvorplatz in ein Eintrittstor zum Festival und seinen Themen.

Marinella Senatore ist nicht nur für die Paraden und kollektiven Choreografien ihrer School of Narrative Dance bekannt, sondern auch für eine besondere Art von Installation, die Kunst, Mode und urbanes Design fruchtbar miteinander verbindet. In Zusammenarbeit mit süditalienischen Kunsthandwerker:innen schafft sie eine neue Form der traditionellen luminarie-Kunst. Dabei handelt es sich um eine besondere Form prachtvoller, detaillierter Lichtinstallationen, intensiver als Weihnachtsbeleuchtung. Mit ihr werden Städte während Feiertagen, religiösen Festtagen und Gemeindefesten verzaubert und verwandelt.

Senatore erfindet die barocken Glühbirnenornamente der traditionellen luminarie und den flüchtigen architektonischen Raum, den sie schaffen, neu, indem sie Sätze und Zitate sowie politische und poetische Slogans hinzufügt, die sie bei Lesungen und auf der Straße gesammelt hat – von Menschen, bei Aufständen, Streiks oder anderen Versammlungen. Es sind poetische Aussagen, die jeden ansprechen, die es den Menschen ermöglichen, sich zu einer möglichen zukünftigen Gemeinschaft zusammenzuschließen, und die die Suche nach einem Ausweg aus der gegenwärtigen Misere sowohl für die Kunstwelt als auch für die Gesellschaft im Allgemeinen anregen.


Bio
Marinella Senatore (1977, Cava deʼ Tirreni, Italien) arbeitet als Künstlerin mit einem Schwerpunkt auf Partizipation im öffentlichen Raum. Ihre Arbeiten verbinden Formen des Protests, des Straßentheaters, des Geschichtenerzählens, des Protesttanzes und der öffentlichen Zeremonien, wobei sie sich mit deren politischer Natur auseinandersetzt und oft große Menschenmengen miteinbezieht. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen in Italien und im Ausland gezeigt, darunter: Bienal de São Paulo (2020); High Line, New York (2018, 2015); Manifesta 12, Palermo (2018); MAXXI, Rom (2018, 2014); Schirn Kunsthalle, Frankfurt (2018); Centre Pompidou, Paris (2017); Kunsthaus Zürich (2017); Palais de Tokyo, Paris (2015); Biennale de Lyon (2015); Thessaloniki Biennale (2015); Bienal de Cuenca (2014); Castello di Rivoli (2014); Liverpool Biennial (2014); Athens Biennale (2013); Havana Biennale (2012); Göteborg Biennial (2013); 54th Venice Biennale ILLUMinations (2011) und das Museum of Contemporary Art of Chicago (2008).

9.9.–10.10.

Europaplatz
8020 Graz
♿ Zugänglich für Rollstühle

Google Maps

Mitwirkende: Fratelli Parisi, The School of Narrative Dance, Francesco Andreoli, Tischlerei Gollob, meistermetall GmbH, MAS Mojo Architectural Studio


In Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ’21

Mit freundlicher Unterstützung des Italienischen Kulturinstituts Wien

Mit freundlicher Unterstützung der ÖBB