Ausstellung
Foto: steirischer herbst / Martin Pelzmann
20.9.–12.10.
Di–So 11:00–19:00
BAU
Prankergasse 29–31
8020 Graz
Eintritt frei dank der Arbeiterkammer Steiermark
19.9., 17:00–22:00
Vernissage mit künstlerischen Interventionen, Performances und Musik
Eintritt frei
4.10., 18:00–24:00
ORF-Lange Nacht der Museen
Eintritt nur mit ORF-Lange-Nacht-der-Museen-Ticket
19/16 Euro
Die Ausstellung des steirischen herbst ’25 findet in der ehemaligen Destillerie Bauer im Gries statt – ein Bezirk, in dem traditionell viele Migrant:innen leben, der aber zuletzt eher rechts gewählt hat. Im Festival heißt das Gebäude BAU: ein Wort, das von Fuchsbau über Baustelle bis zu Gefängnis vieles bedeuten kann, so wie das Gelände für viele Zwecke genutzt wurde. Hier befanden sich Werkräume, verglaste Büros und, seltsamerweise, Dienstwohnungen der Polizei. Die bizarre Ansammlung von Räumen, Treppen, Türen und Sackgassen deutet auf unterschiedliche Lebensweisen und Wertesysteme hin.
Die Schau erkundet diese Konnotationen und lädt die Besucher:innen ein, beim Erklimmen der zahlreichen Stockwerke in die unterschiedlichsten Geschichten einzutauchen. In der kuratorischen Vorstellung erinnert das verwinkelte Gebäude mal an ein Schiff, mit dem Antifaschist:innen aus dem besetzten Frankreich flohen, mal an eine Alpenfestung, in die sich die Rechte wie am Ende des Zweiten Weltkriegs zurückzieht, mal an ein Zauberberg-ähnliches Sanatorium mit seiner prekären Hoffnung und mal an ein Hotel, dessen Gäste auf eine ungewisse Weiterfahrt warten.
Der BAU kann als Metapher für eine zersplitterte und widersprüchliche Gesellschaft verstanden werden: Wir leben auf unterschiedlichen Decks und reisen doch gemeinsam auf dem „Dampfer der Geschichte“ in eine ungewisse Zukunft.
Künstler:innen
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Carla Åhlander und Gernot Wieland
The Archeology of Absence (2025) -
Angélique Aubrit & Ludovic Beillard
Besser ein gesunder Esel als ein krankes Pferd (2025) -
Candice Breitz
Dear Esther (2025) -
Pauline Curnier Jardin
Jeanet Film Adulte (2025) -
Eva Ďurovec
Never Again Peace Now (2025) -
Gelitin
Am Asphodeliengrund 29 (2025) -
Pedro Gómez-Egaña
Night at Dawn (2025) -
Elias Holzknecht
Bezirk 5 (2025) -
Performance 19.9., 17:00
Max Höfler und Andreas Unterweger
Haus Steiermark (2025) -
Kurt Jooss
The Green Table (1932) -
Dana Kavelina
Grey Earth (Work in Progress) (2025) -
Nástio Mosquito
THEY THE THEM ARE WE: MONO(i)DIALOGUES (2025) -
Stephan Mörsch
Gaza Surf Club (2013/2025) -
Olaf Nicolai
On Air (2025) -
Ahmet Öğüt
Sports Club of the Forbidden Colours (2025) -
Illya Pavlov
Piece (2025) -
Haim Sokol
Scarecrow (2025) -
Mounira Al Solh
Stray Salt (2025) -
Philippe Vandenberg
D’après l’ennemi intérieur (2003)
In memoriam Ulrike Meinhof (2000–01)
Le paradis ne connaît pas d’ombre (1996–98) -
Performance 19.9., 17:00Maria Vilkovisky und Ruthie Jenrbekova (Kreolex zentre)
Hum Bom! (2025) -
zweintopf
Great American Poems (2025) -
Six Characters of Hotel W.
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Schiffsbrücke

