Festival im Festival: STUBENrein 2021

Neue Horizonte
12.8.–18.9.21, Bezirk Murau

© Gunilla Plank

Der teils unfreiwillige Perspektivenwechsel des Jahres 2020 hat das Kulturfestival STUBENrein im Bezirk Murau dazu stimuliert, Folgendes noch einmal völlig neu zu denken: Welche Rolle spielt ein temporäres Projekt im soziopolitischen Gefüge einer ländlichen Region? Welche Rollen geben wir uns selbst als Kulturarbeiter:innen? Wie sehr sind wir – nach fünf Jahren der Festivalgestaltung – verhaftet im Gewohnten, Bewährten, und welche neuen Möglichkeiten und Horizonte eröffnen sich, wenn man den Blick schärft oder verändert?

Das ursprünglich für kleine Räume konzipierte Festival hat schon letztes Jahr die „Stuben“-Innenräume verlassen, um ins Freie (oder in den virtuellen Raum) zu gelangen. Nun liegt eine Brache vor uns, die wir nicht kultivieren, sondern erforschen wollen: Was fällt uns auf, was beeinflusst unser Handeln, sind wir Beobachter:innen, Akteur:innen, Zeitzeug:innen? … und, müssen wir immer „performen“?

Dazu gibt es beispielsweise ein groß angelegtes Rechercheprojekt, das dazu aufruft, wissenschaftliche Arbeiten über die Region vorzustellen. Darüber hinaus setzen wir uns mit der Erkenntnislust am Rausch auseinander, genauso wie mit den unterschätzten Möglichkeiten des Gebets, mit verdrängten Aspekten der jüngeren Geschichte oder den selten bewusst wahrgenommenen Klang- und Geräuschkleidern von Orten. Am 18. September präsentieren wir in einer groß angelegten Performance in Schloss Lind ein vorläufiges Fazit.

Details werden im Sommer auf www.kulturspielraeume.at veröffentlicht.

Idee STUBENrein: Andreas Staudinger

Programmverantwortliche 2021: Andreas Staudinger, Uli Vonbank-Schedler, Gunilla Plank

In Koproduktion mit Holzwelt Murau,
das ANDERE heimatmuseum und steirischer herbst ʼ21