Workshop II:
Stratagames: A Theatre of Operations
12/10 - 17/10/2009
In englischer Sprache
Von Tomislav Medak, Sergej Goran Pristaš & Ivana Ivković / BADco. (HR)
Mit Bryan Finoki (USA), Marko Peljhan (SI), Ana Vujavnović (RS) & Dmitry Vilensky (RS)
Künstlerische Handlungen müssen, so wird es erwartet, eindeutig und überzeugend sein, sobald politische oder soziale Aspekte ins Spiel kommen – Ergebnisse sollen präsentiert und Vermittlungsprozesse durchgeführt werden. Doch dieser Ruf nach Klarheit impliziert eine bestimmte Vorstellung davon, was Kunst ist und was sie leisten kann.
Unzufrieden mit diesem gönnerhaften Zugang setzen wir uns mit Dispositiven und Situationen auseinander, in denen das Werk uneindeutig, polarisierend, voller Widersprüche wird. Wir möchten herausfinden, wie Strategeme, Strategien und Handlungsweisen in das Werk einfließen können – um seine Eindeutigkeit zu erschüttern, um die strategischen Beweggründe beider Seiten ins Spiel zu bringen und gegeneinander auszuspielen.
Dabei wählen wir den Weg strategischer Interventionen – von uns als „Stratagames“ bezeichnet – aus den Bereichen Theater, Kunst, Technik, Architektur und Politik und machen Gebrauch von Brettspielen, militärischen Konzepten, Spieltheorien, illusionistischen Kunstgriffen, politischen Tricks und dem ganzen Arsenal erdenklicher Manipulationen, Machinationen, Konfrontationen und Aushandlungsprozesse.
Kopräsentation NXTSTP, unterstützt durch das Kulturprogramm der Europäischen Union
###
BADco. (HR)
BADco., eine kollaborative Performancegruppe (Pravdan Devlahović, Ivana Ivković, Ana Kreitmeyer, Tomislav Medak, Goran Sergej Pristaš, Nikolina Pristaš und Zrinka Užbinec) aus Zagreb entstand im Jahr 2000 als einige der Künstler gemeinsam an einem Projekt mit dem Titel „Confessions“ arbeiteten. BADco. wurde als Non-Profit-Organisation mit dem Ziel gegründet, kollaborative Performancearbeiten von Pravdan Devlahović, Tomislav Medak, Goran Sergej Pristaš, Nikolina Pristaš und Ivana Sajko zu produzieren.
Die künstlerische Arbeit von BADco. wird weniger durch die Wahl des jeweiligen Themas bestimmt, als durch die mannigfaltigen problematischen Aspekte, die sich bei der Arbeit als Gruppe / in der Gruppe ergeben. D.h. durch die spezifischen Formen der Selbstorganisation im Arbeitsprozess jener Autoren, die an einem bestimmten Projekt beteiligt sind. Die Autoren sehen ihre Performances als Performance-Maschinen, die sich in unterschiedliche – soziale, politische, private, tänzerische und allgemein künstlerische – Referenzkontexte einklinken können. Statt in thematischen Benennungen, die eher den traditionellen Vorstellungen von Theater zuzuordnen sind, denkt die Gruppe lieber in Eventualitäten. Zu den Schlüsselbegriffen, der inhaltlichen Interessen der Künstler, zählen Vitalismus, Virusmaterial, Kollektiv, Fleisch vs. Körper, Strategien der Beobachtung etc. Im steirischen herbst 2008 war BADco. mit "1 poor and one 0" zu sehen.
www.badco.hr
Die weitere Biografien folgen demnächst.
»Anmeldeformular Download